Pressemitteilung zum Pressegespräch – online!

Pressemitteilung zum Pressegespräch vom 21. Juni im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln.

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Erstmals in Deutschland nimmt ein Pilotprojekt den Energieverbrauch und die Klima-auswirkungen von Clubs, Diskotheken und Musikevents ins Visier. Auf Initiative der bundesweiten Green Music Initiative (GMI) und der EnergieAgentur.NRW wollen sechs Clubs aus Nordrhein-Westfalen ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß gezielt senken und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Kölner Club Bahnhof Ehrenfeld stellten die Partner gestern (21.06.2011) erste Erfahrungen und Erkenntnisse des Projekts vor und diskutierten, wie sich künftig “klima-korrekt” feiern lässt.Folgende Clubs nehmen am Pilotprojekt teil:- Bahnhof Langendreer, Bochum
Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
Club Butan, Wuppertal
Gloria, Köln
Stereo, Bielefeld
Ufer8, Düsseldorf

Die beteiligten Clubs ermittelten seit April 2011 mit Unterstützung der EnergieAgentur.NRW und der GMI ihren jeweiligen Green Club Index, der den Energieverbrauch pro Besucher beziffert. Der Index liefert einen Benchmark für die Clubbetreiber, wo sie in Sachen Klimaschutz stehen. Mit den Energieexperten werden nun individuelle Maßnahmen erarbeitet, um in den kommenden Monaten den Indexwert zu reduzieren.

“Ein Clubbetreiber kennt sich in der Regel mit seiner Gastronomie, seinen DJs, seinen Türstehern und dem Jugendschutz aus. Mit Hilfe des Green Club Index machen wir das Thema Energieeffizienz für ihn erleb- und umsetzbar”, erklärte Jacob Bilabel, Gründer der Green Music Initiative, bei der Präsentation in Köln.

Hohe Energieverbräuche – hohe Kosten

Die Berater der EnergieAgentur.NRW erfassten bei den ersten Club-Begehungen Energieverbräuche zwischen 47.000 und 180.000 KWh Strom pro Jahr, das entspricht jeweils etwa Kosten von 10.000 bis 40.000 Euro oder bis zu 90 Tonnen CO2. Der Stromverbrauch geht im Wesentlichen auf Lüftung von Räumen, auf Licht- und Soundanlagen, auf Gastronomieküchen und vor allem auf die Nutzung von Kühlschränken und Kühlhäusern zurück.

30 bis 40 Prozent Stromverbrauch nur für Kühlung

“Nach den ersten Messungen rechnen wir damit, dass allein 30 bis 40 Prozent des Stromverbrauchs hierauf entfallen“, berichtete Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.
Aus energetischer Sicht stellt sich einerseits die Frage nach der technischen Ausstattung. Wie viel Kühlung wird tatsächlich benötigt? Arbeiten die vorhanden Geräte energieeffizient? Andererseits ist klimafreundliches Nutzerverhalten von entscheidender Bedeutung.

Durch geändertes Nutzerverhalten können bis zu 15 Prozent Energiekosten eingespart werden

“10 bis 15 Prozent ihres Verbrauchs könnten die Clubs sicher einsparen. Genau wie Sie in einem Bürogebäude die Heizung über den Tag optimieren, sollten Sie im Club auch die Kühlung optimieren“ so Schneider weiter.

Der Green Club Index.NRW entwickelt bis zum Frühjahr 2012 unabhängiges Know-how sowohl für den Technikbereich als auch für klimafreundliches Nutzerverhalten. Erfolgreiche Einsparungen und kreatives Engagement der Teilnehmer-Clubs sollen zum Abschluss des Projektes ausgezeichnet werden. Die Ergebnisse sollen zudem den bundesweit mehr als 5.500 Clubs und Diskotheken zur Verfügung gestellt werden.

Die offizielle Pressemitteilung, sowie weitere Pressematerialien finden sich hier zum download.