„Harder, Faster, Greener“ – Pilotprojekt in Mannheim

Nachdem das Projekt bereits sehr erfolgreich in NRW durchgeführt wurde und in Frankfurt aktuell läuft, kommt es nun in die Quadratestadt Mannheim.

v.l.n.r: Melanie Köhler, RUDE7; Tina Schindowski, Klimaschutzagentur Mannheim; Roman Dashuber, Green Music Initiative; Sebastian Dresel, Stadt Mannheim; Tina Sikorski, Popakademie; Jens Wienand, Clustermanagement Mannheim & Region

v.l.n.r: Melanie Köhler, RUDE7; Tina Schindowski, Klimaschutzagentur Mannheim; Roman Dashuber, Green Music Initiative; Sebastian Dresel, Stadt Mannheim; Tina Sikorski, Popakademie; Jens Wienand, Clustermanagement Mannheim & Region


5 Partner für mehr Klimaschutz in Clubs

Mit dem Green Club Index nimmt ein Pilotprojekt erstmals den Energieverbrauch und die Klimaauswirkungen von Clubs, Diskotheken und Musikevents ins Visier. In Mannheim wir der Green Club Index von einem breiten Konsortium von 5 Partnern getragen. Neben der bundesweiten Green Music Initiative (GMI), welche das Projekt iniziiert hat, engagieren sich die Wirtschaftsförderung Mannheim, die Klimaschutzagentur Mannheim, das Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region, sowie die Popakademie Baden-Württemberg im Projekt. Gemeinsam wollen Sie 4 Clubs aus Mannheim helfen, ihren Energieverbrauch und damit ihren CO2-Ausstoß gezielt zu senken, um damit einen Beitrag zum Klimschutz zu leisten.
„Die Stadt Mannheim hat bereits 2009 eine umfassende Klimaschutzstrategie beschlossen, die nur gelingen kann, wenn Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen an einem Strang ziehen“, erläutert Sebastian Dresel, Kultur– und Kreativwirtschaftsbeauftragter der Stadt Mannheim, „Wenn nun also mit dem Green Club Index auch die Clubszene, deren Strahlkraft beinahe nicht überschätzt werden kann, das Thema Klimaschutz für sich erschließt, ist das ein sehr wertvoller Impuls“.


4 Clubs – Ein Querschnitt der Mannheimer Clublandschaft

Beteiligt sind Clubs jeglicher Größe und Stilrichtung (KOI, Rude7, Zimmer, Capitol), die während der nächsten 6 Monate eine maßgeschneiderte kostenfreie Energieberatung erhalten. „Ein Clubbetreiber kennt sich in der Regel mit seiner Gastronomie, seinen DJs, seinen Türstehern und dem Jugendschutz aus“, so Roman Dashuber, Projektleiter der Green Music Initiative (GMI), „Mit Hilfe des Green Club Index machen wir das Thema Nachhaltigkeit für ihn erleb- und umsetzbar.“


Klimaschutz in Clubs – Da geht was!

Eine Diskothek oder ein Club durchschnittlicher Größe hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 120.000 kWh. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von über 30 Drei-Personen-Haushalten oder einem CO2-Ausstoß von knapp 67 Tonnen pro Club.
Tina Schindowski, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mannheim ist überzeugt: „10 bis 15 Prozent ihres Stromverbrauchs können die Clubs sicherlich einsparen. Ein großer Teil dieser Einsparungen lässt sich durch Maßnahmen realisieren, die wenig bis kein Geld kosten.“


Ergebnisse aus dem Pilotprojekt in NRW

Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen aus dem Projekt in NRW. Dort konnten durch die Beratung Maßnahmen angestoßen werden, die in  der Summe (bei 6 Clubs) knapp 83.000 kWh Strom, sowie 19.000 kWh Wärme  einsparen (bis Ende 2012) und dem Klima somit rund 63 Tonnen CO2 ersparen. Das führte zu Kostenreduktionen von ca. 26.000 €. Zudem haben drei Clubs inzwischen zu Grünstromangeboten gewechselt und dabei teils sogar günstigere Tarife realisiert.

Projektbegleitung durch 4 Studenten der Popakademie

Darüber hinaus wird das Projekt von 4 Musikbusiness-Studenten im Rahmen eines Lehrauftrages an der Popakademie unterstützt und begleitet. „Wir halten das Themenfeld ‚Green Music‘ für zukunftsweisend und betrachten es als wichtigen Bestandteil unseres Studienangebotes. Mit konkreten Projekten wie dem Green Club Index können wir es unseren Studenten so praxisnah wie möglich vermitteln“, erklärt Tina Sikorski, Leiterin der Projektwerkstatt der Popakademie.


Timeline für das Mannheimer Projekt

Bis zum Frühjahr 2013 wird durch das Projekt anhand von Fallbeispielen unabhängiges Know-How sowohl für den Technikbereich als auch in punkto klimafreundliches Nutzerverhalten im Club erarbeitet. Erfolgreiche Einsparungen und kreatives Engagement der teilnehmenden Clubs werden im Rahmen der Timewarp (06.04.2013) vorgestellt und diskutiert.
Janina Klabes, Leiterin des RWB EFRE Clustermanagements Musikwirtschaft Mannheim & Region fasst das Projekt gekonnt zusammen: „Im Grunde geht es um Empowerment. Wir wollen die Clubs in Mannheim & Region befähigen sich das Thema Energiemanagement anzueignen und in ihr tägliches Geschäft als selbstverständlich zu integrieren. Mit den ersten 4 Clubs in Mannheim fangen wir jetzt einfach mal an und wir werden unsere Netzwerke nutzen, um das Thema im Clubbereich allgemein besser zu verankern“.

Pressemitteilung vom 13.12.2012 [pdf]


Pressespiegel:

Rheinpfalz – November 2012 [pdf]
Mannheimer Morgen – November 2012
Regioactive – Dezember 2012

 

Rückfragen an:
Roman Dashuber
Tel: 030 / 779 0 779 12,
Mail: dashuber@thema1.de